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Dead Space (PC) Review

Der neue Horrorshooter von Electronic Arts – ein Muss für jeden Horror-Fan oder ein Reinfall?

Der Spieler schlüpft in die Rolle des Technikers  Isaac Clark an Bord der USG Kellion. Als Mitglied des Service-Teams wird man zur USG Ishimura, einem Planeten-Abbau-Schiff gerufen, um deren Kommunikationssystem zu reparieren. Nach anfänglichen Problemen bei der Landung betritt man mit den anderen Mitgliedern des Reperaturtrupps das Foyer des beieindruckenden Raumschiffes. Nachdem man die Energieversorgung wieder hergestellt hat, wird man auch prompt von allerlei Aliens attackiert. Mit der Stromversorgung wird neben der Luftzirkulation auch die Quarantäne des Schiffes wieder aktiviert. Schon ist man vom restlichen Team, welches nur noch aus dem befehlshabenden Offizier Hammond und der Computer-Spezialistin Kendra besteht, getrennt und muss vorerst unbewaffnet sein Heil in der Flucht suchen.

Isaac, der u.a. auf der Suche nach seiner Lebensgefährtin Nicole ist, beginnt einen gnadenlosen Kampf gegen die mutierte Besatzung. Man stößt in den abwechslungsreichen Levels auf viele verschiedene Gegner, welche man mit den mächtigen Waffen ‚taktisch zerstückeln‘ muss. Bloße Körpertreffer richten weitaus weniger Schaden an als ein gezielter Schuss des Plasma-Cutters auf einen Arm oder ein Bein eines dieser Monster wie zum Beispiel Slashers, Infectors, Brutes und den mächtigen Hive Mind. Es finden sich auch gewisse Züge eines Levelsystems in dem Horrorshooter, welcher stehts in der Third-Person-Sicht gespielt wird. So kann Isaac seine Waffen im Ishimura-Shop-System kaufen und Lagern, sofern er in den zerfleischten Crew-Mitgliedern genügend Credits findet. Über die sich überall auf dem Schiff befindenden Werkbänke können Waffen mit Energieknoten, welche man findet oder kaufen kann, ausgebaut, verstärkt und beschleunigt werden. Das gleiche gilt für den mächtigen R.I.G.-Anzug des Technikers an welchem die Panzerung sowie die Kapazität der Sauferstofftanks verbessert werden können.

Besonders gelungen ist die Schwerelosigkeit in DEAD SPACE. Isaac haftet zwar dank seiner Magnetstiefel ständig am Boden, kann jedoch von Fläche zu Fläche springen. Natürlich stößt Isaac auch auf religiöse Fanatiker, die so genannten Unitologen. Diese glauben, dass der MARKER, welcher der Auslöser für diesen außerirdischen Angriff ist, ein göttliches Relikt ist, welches der Menschheit die Erlösung bringen soll. Ein besonderer Härtefall ist der Unitologe Dr. Challus Mercer, welcher felsenfest davon überzeugt ist, dass die Transformation in eines dieser Wesen die göttliche Erlösung und der nächste logische Schritt in der Evolution der Menscheit sei. Dementsprechend macht er einem mit seinem von ihm geschaffenen Regenerator das Leben schwer. Die Geschehnisse vor Eintreffen der USG-Kellion kann der Spieler anhand diverser Audio- und Textlogs Schritt für Schritt rekontruieren und hinter die grausame Wahrheit kommen.

Mein Fazit: Absolut empfehlenswert für jeden Horror-Fan. Spieler mit schwächeren Nerven sollten DEAD SPACE jedoch tunlichst meiden, da die Schocker gekonnt inszeniert wurden. Ich wäre ein paar Mal fast vom Stuhl gefallen, als plötzlich ein Alien vor mir stand und zum Schlag ausholte.

Tipps: Im Grafik-Optionsmenü unbedingt den V-Sync ausstellen. Der ist standardmäßig aktiviert und verschlechtert die Spielleistung um ein Vielfaches und verlängert die Ladezeiten extrem. Am besten kommt der Flair mit einem 5.1-Soundsystem rüber (sehr empfehlenswert!).

Grafik: 4/5 + gute beklemmende Athmosphäre
+ abwechsungsreiche Levels und Gegner
+ mächtige Waffen für die taktische Zerstückelung
+ gute 5.1 Sound-Unterstütztung
– teilweise pixelige Schatten
– niedriger Wiederspielwert
Physik: 4/5
Story: 5/5
Athomosphäre: 5/5

Gesamt: 4,5

Systemanforderungen:

  • OS: Windows XP (SP2) oder Vista (ich habe ein 64-Bit Vista HomePremium und keinerlei Probleme mit dem Game)
  • CPU mit 2,8 GHz
  • RAM: 1 GB für XP und 2 GB RAM für Vista
  • Grafik: Geforce 6800 oder besser sowie Ati X1600 oder besser
  • HDD: 7,5 GB